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Aus der KI-Forschung für die Industrie

Wir machen den gebauten Bestand zur Grundlage für bessere Entscheidungen. Aus Punktwolken werden Modelle, mit denen Menschen ihre Anlagen verstehen und Veränderungen planen können.

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Was uns antreibt

Unsere Mission

Wir wollen KI-Forschung in der Industrie wirksam machen. Dafür verwandeln wir komplexe Scandaten in nutzbare 3D-Modelle und verkürzen den Weg vom erfassten Bestand zur konkreten Planung. So gewinnen Menschen mehr Zeit, Anlagen zu verbessern und Veränderungen umzusetzen.

  • Weniger manuelle Modellierung, mehr Zeit für Engineering.
  • Nutzbare Ergebnisse, die in bestehende Arbeitsabläufe passen.
  • Eine gemeinsame Datengrundlage für fundierte Entscheidungen.

News

Neues von Scans AI

FachbeitragFelix Böhler3 Min. Lesezeit

Machbarkeit klären, bevor freigegeben wird

Ein Beispiel: Eine Pumpe soll getauscht werden. Ob sie passt, wird heute in der Vorprüfung gefragt. Beantwortet wird es meist erst in der Detailplanung, wenn ein Rohrbauer oder ein Planungsbüro vor Ort misst. Bis dahin ist der Umbau freigegeben, und Budget und Termin stehen.

Passt es dann nicht, wird umgeplant, wenn der Stillstand schon terminiert ist. Mit einem Modell aus dem Scan lässt sich die Frage in der Vorprüfung beantworten, vor der Freigabe.

Ablauf von Anlass bis Dokumentation. Heute wird die Frage in der Vorprüfung gestellt und in der Detailplanung beantwortet. Mit Vorprüfung im Scan beides in der Vorprüfung.
Heute liegen zwischen Frage und Antwort Freigabe und Detailplanung. Im Scan wird beides in der Vorprüfung geklärt.

Was wir in Gesprächen gehört haben

Seit dem Frühjahr haben wir mit Betreibern, Planungsbüros und Scan-Dienstleistern gesprochen. Drei Punkte kamen immer wieder.

  • Der Einbringweg ist der häufigste Fall. Betreiber nennen ihn von sich aus. Gemeint ist die Frage, wie ein neuer Behälter oder ein Aggregat durch den Bestand an seinen Platz kommt.
  • Betreiber planen räumlich meist nicht selbst. Das übernehmen Rohrbauer oder Planungsbüro. Ein Werkzeug für die Machbarkeit muss also zu beiden passen.
  • Ob etwas passt, wird oft nach Augenmaß entschieden. Für einen Abzweig im offenen Rohrfeld braucht niemand ein Modell. Ein Scan lohnt sich bei den Fällen, in denen es knapp wird.

These 1: Scannen pro Projekt

Heute wird bei großen Projekten gescannt. Der Scan ist Teil der Vorprüfung, und bis die Machbarkeit feststeht, vergeht Zeit. Kleine Projekte laufen ohne Scan. Werden sie verworfen, dann oft erst spät.

Zeitverlauf: Große Projekte mit Scan, kleine Projekte ohne Scan
Scannen pro Projekt. Nur große Projekte bekommen einen Scan, kleine laufen ohne.

These 2: Regelmäßig scannen

Liegt ein aktueller Scan schon vor, beginnt die Prüfung ohne Wartezeit. Dann lohnt sie sich auch für kleine Umbauten. Projekte, die nicht passen, fallen schon in der Vorprüfung heraus.

Zeitverlauf: Regelmäßige Scans, die Prüfung beginnt sofort
Regelmäßiges Scannen. Die Prüfung beginnt sofort, auch kleine Umbauten werden geprüft.

Die offene Rechnung

Ob sich regelmäßiges Scannen lohnt, hängt an Zahlen, die jeder Standort anders hat. Was kostet ein Scan des Standorts im Jahr? Wie viele Umbauten profitieren davon? Und was kostet ein Fehler, der erst in der Ausführung auffällt?

In einem unserer Gespräche wurde ein Tag ungeplanter Stillstand auf rund eine Million Euro beziffert. Schon ein vermiedener Fehler kann damit einen Scan bezahlen. Belegt ist diese Rechnung für keinen Standort, deshalb fragen wir.

Ab wie vielen Umbauten im Jahr würde sich ein regelmäßiger Scan für Ihren Standort lohnen? Antworten und Widerspruch sind willkommen.

Wir suchen Design-Partner

Wir suchen Betreiber und Planungsbüros, die mit uns einen Umbau prüfen, der ohnehin ansteht. Groß oder klein, mit vorhandenem Scan oder ohne. Wir arbeiten mit Festpreis je Bereich.

Zahlen und Herkunft
ZahlWertHerkunft
Stillstandskostenca. 1 Mio. € je TagAussage eines Betreibers im Gespräch, 2026

FachbeitragFelix Böhler4 Min. Lesezeit

Bauen im Bestand: Warum die Dokumentation nie stimmt

In einer Chemieanlage soll ein Behälter getauscht werden. Die Anlage läuft seit 25 Jahren, die Zeichnungen sind genauso alt. Seitdem wurden Leitungen umgelegt, Pumpen versetzt und eine Bühne ergänzt, in den Unterlagen steht davon wenig. Also fährt vor der Planung jemand hin und misst neu.

So beginnen die meisten Umbauten im Bestand, die uns in Gesprächen beschrieben wurden. Der teure Schritt dabei ist heute die Auswertung des Scans. Das Erfassen selbst ist in den letzten Jahren schnell und günstig geworden.

Die Anlage ändert sich in kleinen Schritten

Jede Anlage wird laufend angepasst. Ein Ventil wird ersetzt, eine Leitung bekommt einen Abzweig, ein Aggregat zieht zwei Meter weiter. Jede dieser Änderungen ist für sich klein, und keine rechtfertigt eine neue Dokumentation.

Nachgeführt wird erst bei einem Großprojekt, wenn ohnehin gescannt wird. Danach beginnt die Lücke von vorn.

Treppenkurve: Die Anlage ändert sich laufend, die Dokumentation zieht nur bei einem Großprojekt nach
Die Anlage ändert sich laufend. Die Dokumentation zieht nur bei Großprojekten nach.

Deshalb wird vor jedem Umbau neu gemessen

Wer einen Umbau plant, verlässt sich deshalb selten auf die Bestandspläne. Vor Ort wird von Hand aufgemaßt oder gescannt. Was dabei fehlt, fällt oft erst spät auf. In einem Fall aus unseren Gesprächen zeigte erst der Scan, dass neue Bauteile nicht unter eine bestehende Bühne passten. Der Boden musste tiefer gelegt werden.

Scannen ist schnell geworden

Vor zwölf Jahren dauerte ein Scanstandpunkt rund acht Minuten. Mit heutigen Geräten sind es 21 Sekunden. Ein Scan-Team nimmt einen Anlagenbereich damit an einem Tag auf.

8 Minuten vor 12 Jahren, 21 Sekunden heute
Dauer eines Scanstandpunkts, vor zwölf Jahren und heute.

Die Auswertung dauert so lange wie früher

Der Scanner liefert eine Punktwolke, also Millionen Punkte mit Koordinaten und Farbe. Welche Punkte zu einer Rohrleitung gehören, welche Nennweite sie hat und wo ein Flansch sitzt, muss ein Zeichner von Hand herausarbeiten.

Scan-Dienstleister nennen uns dafür immer wieder dasselbe Verhältnis. Auf einen Tag Scan kommen rund zehn Tage Modellierung.

Ein Tag Scan vor Ort, zehn Tage Modellierung von Hand, 240.000 Euro für 20.000 Quadratmeter
Auf einen Tag Scan kommen rund zehn Tage Modellierung von Hand.

Darum lohnt sich das Nachführen selten

Ein Betreiber hat sich ein Angebot für die Dokumentation eines Standorts mit 20.000 m² eingeholt. Es lag bei 240.000 Euro, also rund 12 Euro je Quadratmeter. Er hat abgelehnt.

Auch öffentliche Preislisten zeigen, wo das Geld steckt. Schon bei Gebäuden kostet das 3D-Modell mehr als das Dreifache der reinen Punktwolke. Das Angebot für den Industriestandort lag mit 12 Euro je Quadratmeter fast viermal so hoch.

Für die einzelne Änderung geht die Rechnung damit selten auf. Wer eine Pumpe tauscht, bezahlt kein Modell des ganzen Gebäudes. So bleibt die Dokumentation veraltet, und vor dem nächsten Umbau wird wieder gemessen.

Was daraus folgt

Wer den Bestand aktuell halten will, muss die Auswertung günstiger machen. Am Scanner liegt es nicht mehr. Wie das gelingen kann, zeigen wir in einem weiteren Beitrag.

Zahlen und Herkunft
ZahlWertHerkunft
Dauer eines Scanstandpunkts8 min vor 12 Jahren, 21 s heuteeigene Angabe
Scan zu Modellierung1 Tag zu ca. 10 TagenGespräche mit Scan-Dienstleistern, 2026
Angebot Standortdokumentation240.000 € für 20.000 m², ca. 12 €/m²Gespräch mit einem Betreiber, 2026
Öffentliche Festpreise, GebäudePunktwolke ab 0,85 €/m², CAD-Plan ab 1,70 €/m², 3D-Modell ab 3,10 €/m²öffentliche Preisliste eines Vermessungsbüros (AT)

NewsScans AI1 Min. Lesezeit

Machbarkeit im Bestand prüfen: Scans AI beim Treffen der VDI-Betriebsingenieure

Die beiden Gründer von Scans AI vor dem Schild des Industrieparks Höchst
Unser Gründerteam im Industriepark Höchst.

Am 22. September 2026 haben wir beim Treffen der VDI-Betriebsingenieure vorgetragen.

Unser Thema war eine Frage, die bei fast jedem Umbau im Bestand aufkommt. Passt das neue Bauteil an die vorgesehene Stelle, und wie kommt es dorthin? Heute wird das oft erst in der Detailplanung beantwortet. Wir haben gezeigt, wie sich die Frage früher klären lässt, direkt im 3D-Scan der Anlage.

Im technischen Teil hat Hendrik Wirthwein erklärt, wie unsere KI eine Punktwolke in Rohrleitungen, Behälter und Stahlbau zerlegt und wie daraus CAD-Körper entstehen. In der Demo haben wir am Beispiel eines Pumpentauschs geprüft, ob die neue Pumpe passt und auf welchem Weg sie eingebracht werden kann.

Wir danken Stefan Klein für die Einladung.